Du bekommst Kopfschmerzen nach Pizza & Rotwein?
Dein Herz klopft nach Schokolade?
Du fühlst dich aufgebläht nach dem Käsebrot?
Das ist kein Zufall.
Und es ist auch kein „Du bist empfindlich“. Es kann ein Hinweis auf einen Histaminüberschuss sein.
Vielleicht hast du schon die Diagnose:
Histaminintoleranz (HIT).
Und jetzt?
Wieder eine Liste.
Wieder mehr Verzicht.
Wieder Unsicherheit.
Aber was, wenn Histamin gar nicht dein eigentliches Problem ist?
Was ist Histamin wirklich?
Histamin gehört zu den sogenannten biogenen Aminen. Biogene Amine entstehen aus Aminosäuren.
Auch andere bekannte Stoffe gehören dazu:
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Serotonin
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Tyramin
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Tryptamin
Sie wirken im Körper als:
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Botenstoffe
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Neurotransmitter
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hormonähnliche Moleküle
Histamin ist also nichts „Schlechtes“. Dein Körper produziert es selbst.
Problematisch wird es nur, wenn:
👉 zu viel davon im Körper zirkuliert
👉 oder dein Körper es nicht ausreichend abbauen kann
Die eigentliche Frage: Warum kann dein Körper Histamin nicht abbauen?
Der Abbau von Histamin erfolgt hauptsächlich über Enzyme:
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DAO (Diaminoxidase)
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MAO (Monoaminoxidase)
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Diese Enzyme werden in einer gesunden Darmschleimhaut gebildet.
Wenn deine Darmwand:
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entzündet
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gereizt
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durchlässig (Leaky Gut)
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mikrobiell gestört
ist, produziert sie weniger dieser Enzyme.
Gleichzeitig können biogene Amine leichter durch die geschädigte Darmwand ins Blut gelangen – ohne richtig reguliert zu werden.
Das Ergebnis:
Mehr Symptome.
Mehr Überreaktionen.
Mehr Unsicherheit.
Typische Histaminintoleranz Symptome
Ein Überschuss an Histamin kann viele Organe betreffen:
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Kopfschmerzen & Migräne
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Schwindel
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Übelkeit
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Durchfall
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Herzrasen
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niedriger Blutdruck
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Hautrötungen & Ekzeme
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laufende Nase
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Zyklusbeschwerden
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Schlafstörungen
Viele Frauen sind besonders betroffen, weil Histamin und Östrogen sich gegenseitig beeinflussen.
Gerade bei:
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chronischem Stress
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hormoneller Dysbalance
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Schwangerschaft
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Perimenopause
kann das System schneller kippen.
Warum Fermente plötzlich Probleme machen
Ein Punkt, der viele verwirrt:
„Aber Fermente sind doch gesund?“ - Ja.
Und gleichzeitig können sie bei empfindlichen Menschen Symptome auslösen.
Fermentierte Lebensmittel enthalten:
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probiotische Mikroben
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biogene Amine
Bei einer gestörten Darmflora kann es zu einer sogenannten Absterbereaktion kommen. Dabei spielen biogene Amine häufig eine Rolle.
Diese Reaktion bedeutet nicht automatisch, dass Fermente „schlecht“ sind. Sondern oft, dass dein Darm noch nicht stabil genug ist.
Histamin ist nur ein Teil des Bildes
Viele Menschen versuchen, Histamin komplett zu vermeiden.
Doch:
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Histamin wird auch im Körper gebildet.
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Biogene Amine kommen natürlicherweise in Lebensmitteln vor.
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Selbst frische Produkte können geringe Mengen enthalten.
Es ist also praktisch unmöglich, Histamin vollständig zu meiden.
Und noch wichtiger:
Histamin ist oft nur eine kleine Facette eines größeren Problems:
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einer geschädigten Darmwand
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einer gestörten Darmflora
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einem dysregulierten Immunsystem
Der GAPS-Ansatz bei Histaminproblemen
Im GAPS-Kontext steht nicht das Vermeiden im Vordergrund, sondern das Heilen:
✔ die Darmschleimhaut regenerieren
✔ die Darmflora normalisieren
✔ Entzündungen reduzieren
✔ das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen
In den ersten Phasen der GAPS-Intro:
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sind histaminreiche Lebensmittel kaum enthalten
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Fermente werden nur in sehr kleinen Mengen eingeführt
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alles erfolgt individuell & schrittweise
Wenn jemand sehr empfindlich auf biogene Amine reagiert, werden Fermente zunächst pausiert und später vorsichtig getestet.
Nicht dogmatisch. Nicht pauschal. Sondern angepasst an den Menschen. Mit Geduld.
Warum reine Histamin-Diäten oft nicht nachhaltig helfen
Kurzfristig kann eine histaminarme Ernährung Symptome lindern.
Aber wenn:
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die Darmwand weiter geschädigt bleibt
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die Enzymbildung eingeschränkt ist
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das Immunsystem aus dem Gleichgewicht ist
dann kehren die Beschwerden häufig zurück.
Der Fokus sollte daher nicht nur lauten:
„Was darf ich essen?“ Sondern: „Wie kann mein Körper wieder lernen, damit umzugehen?“
Fazit: Dein Körper ist nicht überempfindlich – er ist überlastet
Histaminintoleranz ist ein Hinweis darauf, dass dein Darm und dein Immunsystem Unterstützung brauchen.
Nicht noch mehr Listen. Nicht noch mehr Angst vor Lebensmitteln.
Sondern: Struktur, kleine Schritte & Aufbau statt Dauerverzicht.
Wenn du das Gefühl hast, dein Körper reagiert auf alles und du willst endlich verstehen, warum:
Dann lass uns in einem kostenfreien „Let’s meet“-Gespräch schauen, welcher Weg für dich sinnvoll ist.